Frage von neki neki: Sind Aktionaere, Investoren die natuerlichen Feinde der Arbeiter und Angestellten?
Investieren schon, aber nur wenn die Rechnung stimmt. Hoher Gewinn ist Voraussetzung (Obama redet da von Gier). Daher wird – kostenbewusst – immer noch frischfroelich menschliche Arbeitskraft wegrationalisiert. Tun die Regierungen genug, um dem Trend entgegenzuwirken ?
Beste Antwort:
Answer by Carline
Was so ein bisschen schizophren ist, dass die meisten Menschen gleichzeitig Arbeiter/Angestellte und Aktionäre sind.
Das geht ganz klassisch, indem Du Dir Aktien/Aktienfonds kaufst.
Aber auch wenn Du Aktien nicht magst, ist es so. Du legst Dein Geld auf dem Sparbuch, die Bank investiert es dann in Aktien von Unternehmen. Du kaufst Dir eine Lebensversicherung, dito.
Die meisten Großaktionäre sind Körperschaften. Also keine “natürlichen Personen” mehr. Im Prinzip gehören uns die Firmen, in denen wir arbeiten. Im Prinzip werden wir aufgrund unserer eigenen Geldgier (wer möchte keine hohen Zinsen?) arbeitslos.
Das Weltbild das Du hast ist veraltet und exestiert leider lange nicht mehr.
Wir könnten unglaublich viel Druck auf die Firmen ausüben, wenn wir nur wollten. Beispiele?
Als Kleinaktionär hast Du Stimmrechte, die meisten geben diese blind an ihre Bank ab. Sparkassen gehören den Komunen. Also uns. Aber üben wir Einfluss auf sie aus? Nein. Dabei könnten wir das problemlos machen. Man könnte Fonds wählen (die gibt es!) die sozial verträglich arbieten. Man könnte sein Geld als Microkredit kleinen Unternehmen in der ganzen Welt (geht über die Kirchen) zur Verfügung stellen.
Ich weiß, dass es bequemer ist irgendwelchen anonymen Aktionären etc. die Schuld in die Schuhe zu schieben. Aber wenn man mal richtig hinschaut, sich die Sache ins Detail ansieht wird feststellen, dass wir es sind, die die Zügel aus der Hand geben. Freiwillig und aus Bequemlichkeit. Amen.
Es ist traurig, aber wirklich keiner stellt sich die Frage WER Investoren/Aktionäre wirklich sind. Wir denken immer, die exestieren einfach so. Namenlos. Gesichtslos.
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